Archiv der Kategorie 'Queer?!'

Das Problem

ein comic-bild. ein mädchen vor regalen oder so, die nur mit bunten farben dargestellt sind. eine sprechblase ragt in das bild hinein. mit der frage: magst du das orangene, das pinke, oder das blaue? antwort des mädchens: pink! überschrift des bildes ist mädchen die pink mögen sind nicht das problem. zweites bild ähnlich. überschrift diesmal: das ist das problem. frage nun vor pink-ähnlichen hintergrund: möchtest du das rosane, das salomone oder das fuchsiane? mädchen verzieht das gesicht, weiss nicht, was sie sagen sollvia

Gegen homophobes Bullying!

Ein Plakat einer irischen Kampagne belongto.org mit drei Personen in Schuluniform. Auf Englisch: Er ist schwul und das ist für uns okay. Alle drei stehen nebeneinander und schauen sich wechselseitig an. So weiß mensch gar nicht, wer denn überhaupt gemeint ist. Unten steht homophobes mobbing wird an unserer Schule nicht akzeptiert.
So hier mal nur ein Plaklat, das ich vor Weile auf tumblr gesehen habe und was ziemlich spannend finde, auch angesichts der vielen Kackscheiße, die sonst so zu dem Thema produziert wird. Vor nem Jahr oder so gab es ja bei tee die wüste Diskussion anläßlich von Sookees „Pro Homo“-Video, wie Schwule und Lesben denn auszusehen haben und wie nicht.
Was alte und was neue Klischees sind.
Was alte und was neue Normen sind.
Emanzipation und Sackgasse der Identitätspolitik zugleich.
Mehr kann ich gerade dazu nicht schreiben, weil es mir scheiße geht. Das ist auch manchmal so.

Die Motivation

Und hier gleich noch ein Text aus der Erklärbär_in-Reihe – diesmal geht es um den Begriff „Diskurs“ –, die Fotos und die Fußnote sind von mir. Beim Suchen des Bildes von Foucault, um den es am Anfang geht, bin ich über ein Zitat gestolpert. Interessant, was Menschen so antreibt:
„I wasn‘t always smart, I was actually very stupid in school… [T]here was a boy who was very attractive who was even stupider than I was. And in order to ingratiate myself with this boy who was very beautiful, I began to do his homework for him – and that’s how I became smart, I had to do all this work to just keep ahead of him a little bit, in order to help him. In a sense, all the rest of my life I‘ve been trying to do intellectual things that would attract beautiful boys.“
— Michel Foucault, 1983
=
„Ich war nicht immer schlau, Ich war tatsächlich ziemlich dumm in der Schule… Da gab es einen Jungen, der sehr attraktiv und sogar noch blöder als ich war. Und um mich bei diesem Jungen, der sehr schön war, beliebt zu machen, fing ich an, seine Hausaufgaben für ihn zu machen – und das ist’s, wodurch ich schlau wurde, ich musste all diese Arbeit machen um ihm immer ein kleines Stück voraus zu sein, um ihm zu helfen. In gewisser Hinsicht, versuche ich seitdem für den Rest meines Lebens intellektuelle Sachen zu machen, die für schöne Jungs attraktiv sind.“
— Michel Foucault, 1983

Sexuelle Codes. dokumentiert aus der Spunk, april 2002

Nonverbale Codes existieren viele. Menschen lächeln, verziehen ihr Gesicht oder sagen gar nichts, wenn eine Antwort nötig wäre.
In keinem Bereich ist aber die nonverbale Kommunikation der verbalen so überlegen wie der Sexualität. Hier ist der verbale Anteil so gering, daß Tips über ihre Anwendung ganzer Hefte Inhalt füllen: „Was Jungs wirklich denken“, „Wie du sagst, was du willst“ und „Ich trau mich nicht“ lauten so die Überschriften einschlägiger Publikationen.
Im Rahmen bekannter gesellschaftlicher Codes muß jedes Individuum, das sexuelle Wünsche hat, eine eigene, für sich passende Taktik im Laufe des Lebens entwickeln, doch an den ersehnten Spaß sexueller Lüste zu kommen.
Das ziemlich peinliche „Willst Du noch auf einen Kaffee mitraufkommen“ gilt als zu platt.
Das gilt qua bürgerlicher Vorstellung bis zur vollkommenen Durchdringung des Lebens.
Menschen trennen sich in Weiblein und Männlein, schminken sich, kaufen sich tolle Kleidung, verhalten sich möglichst attraktiv.
Und es ist genau die Ambivalenz der Taktik, die einerseits den Zwang hat(1), immer etwas zu verheimlichen, um nicht zu deutlich zu werden, die andererseits aber auch von vielen als Spaß machend empfunden wird (Flirten, zweideutige Blicke, …)
Jede Frage hingegen, die an eine Person des anderen Geschlechts gestellt, gar sexuelles Anliegen hat, wird somit sexualisiert. Das Interesse, eine Person anderen Geschlechts kennenzulernen, ohne Sex einzuschließen bzw. indem Sex explizit ausgeschlossen wird, wird dann als sexuelles Interesse umgedeutet. Die Frage „Wollen wir mal n Bier zusammen trinken?“ an eine Person anderen Geschlechts kann schon so zuviel werden(2). Der Person des gleichen Geschlechts wird mensch mit den Codes aber wohl nicht näher kommen und als „rein platonisch“ verstanden, weil sie vielleicht nicht erkannt werden oder von Heterosexualität als Norm ausgehen, denn Lust ist entweder heterosexuell oder sie ist es nicht.

Praxis

Was macht mensch nun, wenn mensch eine nette, bekannte oder auch unbekannte Person getroffen hat, die für eine Verabredung zum netten Plausch und Konsensfindung über sexuelle Vorlieben und anschließenden Praxisworkshop möglich erscheint? (3)
Ist das vergleichbar mit der Situation, wenn ich ein Mal mit x Volleyballspielen will oder auch länger und mit y nicht mehr oder nur mal gucken, wie es sich ergibt?
Ach, Quatsch, wir sind ja jetzt beim Hobby Sex und nicht Musik. Oder etwa doch? (4) (mehr…)

Werbung: Polyfantasia-Tage in Erfurt!


Programm:
• 5.7., 20 Uhr, Nonverbale Kommunikation und Geschlecht – mit Lann Hornscheidt
• 8.7., 21 Uhr, Polyfantasiaball
• 9.7., 20 Uhr, Lesung von Antje Wagner aus ihrem Buch „Schattengesicht“
• 11.7, 20 Uhr, BDSM und Feminismus – mit Anna Kow
• 12.7., 20 Uhr, queer-Filmabend
• 13.7., 18.30 Uhr, Workshop zur Kritik der Polyamorie – mit wi(e)derdienatur
• 14.7., 20 Uhr, „Making Sex“ – auch biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich gemacht – mit Heinz-Jürgen Voss
Die Veranstaltungen finden im veto statt und ausführlich gibts das ganze hier: http://widerdienatur.blogsport.de/polyphantasiatage-2011/.

The Wet Spots: Fist me this Christmas


via julinoir/nummer.drei/mädchenblog
Crisco gibt es seit 1911 und ist ein pflanzliches Brat- und Backfett in den USA. Die deutsch-, aber nicht die englischsprachige Wikipedia:

Crisco ist vor allem in der Schwulenszene der USA ein beliebtes Gleitmittel beim Analverkehr und Fisten. In den 1970er-Jahren erreichte es eine größere Verbreitung als Vaseline, dadurch begünstigt, dass es billig, geruchsneutral und überall erhältlich ist. Es gab unter anderem der schwulen Crisco Disco in New York ihren Namen. Die Verwendung hat seit der Entdeckung des HI-Virus nachgelassen, da es wie alle fetthaltigen Gleitmittel Latex angreift und latexbasierte Kondome und Handschuhe zum Reißen bringen kann.

Erfurts unbeliebteste Normverstöße


gesehen beim Polyfantasiaball

CSD Thüringen 21.08.2010 in Erfurt

Polyfantasiawoche 2010


Klick!