Hoffentlich stirbt… Momo, der Rassist

TW: Ausschreibung des N-Worts, besonders auch in den Kommentaren
Gerade sind in der Lindenstrasse mehrere Menschen mit einem Ehec-ähnlichen Virus infiziert. Ganz Deutschland *lol* rätselt nun, wer von ihnen sterben wird.
Hoffentlich Momo, der Rassist.

Momo, links im Bild: „Worum geht’s denn?“
Phillip: „Na dieser Streit um das Wort ‚Neger‘ in Kinderbüchern. Das soll ja ersetzt werden.“
Momo: „Ach, das ist doch völlig albern.“
Phillip: „Findest Du? Aber Kinder sollten so ein Wort doch gar nicht erst lernen.“
Momo: „Das ist doch übertrieben. Man kann den Kindern beim Vorlesen doch erklären, was das für ein Wort ist. Einmal das Wort ‚Neger‘ hören macht noch keinen Rassisten. Besser darüber reden als es totzuschweigen.“
Phillip: „Aber vielleicht ist es ja verletzend für jemand mit dunkler Hautfarbe?“
Momo: „Ach Phillip, das ist doch ein bisschen politisch zu korrekt, oder?“
(Lindenstrasse, Folge 1415, 27.01.2012)


20 Antworten auf „Hoffentlich stirbt… Momo, der Rassist“


  1. 1 1 06. Februar 2013 um 13:51 Uhr

    „Politisch zu korrekt“ ist schon eine komische Kategorie. Allerdings weiß ich nicht, warum nicht erklären? Wenn man den Kindern erzählt, das viele Schwarze sich deswegen diskriminiert fühlen (wg Geschichte o.Ä.), dann werden sie es wohl auch nicht benutzen!? Deswegen den schwarzen Balken in Kinderbücher hauen, das verstehe ich nicht. Dann steht da halt: „Der Poc mußte dem Weißen sein Feld bestellen“… In beiden fällen kommt man nicht drum rum, zu erklären warum der eine dem Anderen sein Feld beackern muss. Und darum geht es ja eigentlich, nicht wie der ausgesehen hat.
    Ne triggerwarnun über ein außgeschriebenes N-wort? Ist das nicht ein bisschen lächerlich, weil wenn jemand Angst vorm N-wort hat, dann weiß so jemand sich doch schon getriggert wenn er nur n-wort ließt, weil dass das „neger“ heißt muß man ja dechauffrieren können um gewarnt zu sein. Verstehe ich das? Nein, das verstehe ich nicht…
    Und dann auch noch auf weißem Hintergrund :-?

  2. 2 tee 06. Februar 2013 um 14:54 Uhr

    Du bist schon ein bisschen politisch zu korrekt, oder?

  3. 3 kinky 06. Februar 2013 um 23:38 Uhr

    :x

  4. 4 1 07. Februar 2013 um 1:20 Uhr

    Also meins war ernst gemeint!
    Bis auf das mit dem weißen Hintergrund :">

  5. 5 tee 08. Februar 2013 um 14:33 Uhr

    Hat Momo was von dem Salat gegessen? Na wir werden’s erfahren, gestern isses passiert: http://www.lindenstrasse.de/bilder/mediendb/lindenstrasse/Folgen/2013/Folge_1417/todesanzeige_a_512.jpg

  6. 6 kinky 11. Februar 2013 um 18:10 Uhr

    hey tee, ja, jemanden den tod zu wünschen ist schon politisch sehr korrekt. mist.
    nun also josefine „ich habe überhaupt kein testament gemacht“ stadler. gerade erst hat sie ihre eifersucht begraben, nun trifft es sie selbst.
    und das auch noch katholisch. wird bestimmt furchtbar anzuschauen. 8-|
    witzig war die illegale blutspende, vor allem klausis gespielte empörung ob der institutionellen diskriminierung. <:-p

  7. 7 kinky 11. Februar 2013 um 18:10 Uhr

    hey 1, zu der tw: solange es hilfreich ist für einige menschen, die ständig von solchen slurs und anderen rassismen betroffen sind, ist das mir egal. wie die tw konkret aussieht, ist da glaube ich gar nicht so wichtig, solang es eine barriere darstellt, sich auf den scheiß einzulassen. insofern ist es tatsächlich wichtig, das mit anderen worten zu umschreiben. auch muss das dechauffrieren a) nicht komplett und b) nicht vollständig bewusst ablaufen.

    In beiden fällen kommt man nicht drum rum, zu erklären warum der eine dem Anderen sein Feld beackern muss. Und darum geht es ja eigentlich, nicht wie der ausgesehen hat.

    nö, der andere musste das feld ja beackern, weil er so ausgesehen hat.

  8. 8 1 12. Februar 2013 um 2:24 Uhr

    A) Ich denke eben nicht, das eine solche tw vor dem t warnt. Ist mir aber auch relativ egal, ich bin nämlich stark der auffassung, das man sich mit der scheiße sehr wohl auseinandersetzen soll. Wer ein ernsthaftes trauma hat, der wird doch nicht nur duch das ausschreiben eines wortes (was nebenbei in der tw deutlich erwähnt wird) retraumatisiert. Ehrlich…
    B) Und wofür? Wäre eine Frage. Und das andere: Dann erklär das ([fett gedrucktes „weil“]) doch dem Kind, dem du vorliest. Dann lernt es mal wirklich was über die welt.
    Außerdem ignorierst du den teil:
    “ Dann steht da halt: „Der Poc mußte dem Weißen sein Feld bestellen“… “
    Ist doch nicht besser!?

  9. 9 kinky 12. Februar 2013 um 19:14 Uhr

    B) es steht ja auch nirgends, dass mensch den personen, welchen vorgelesen wird, nichts weiteres dazu erklären soll, auch wenn da keine rassistischen wörter mehr stehen. kommt doch auch ganz auf den kontext an.
    Dann steht da halt: „Der Poc mußte dem Weißen sein Feld bestellen“
    nein, es muss heißen: „Die Poc mußte dem Weißen sein Feld bestellen“.
    A) doch. es ist doch doof (moral) menschen, die nen trauma haben oder von -ismen negativ betroffen sind, ungefragt damit zu konfrontieren. das werden sie schon oft genug.

    Wer ein ernsthaftes trauma hat, der wird doch nicht nur duch das ausschreiben eines wortes (was nebenbei in der tw deutlich erwähnt wird) retraumatisiert.

    „ernsthaftes trauma“, son quatsch, wer entscheidet das denn, du?
    „nicht nur… retraumatisiert“ richtig, er_sie wird möglicherweise aber auch dadurch retraumatisiert.
    wer davon gar nicht betroffen ist, kann doch einfach darüber hinweg lesen. wozu die ganze aufregung?
    ehrlich…

  10. 10 1 13. Februar 2013 um 12:47 Uhr

    B) Wenn man sowieso erklärt, dann ist auch egal welches Wort da steht. Dann vestehe ich die Aufregung nicht.

    A) Auch betroffene Menschen muss man doch konfrontieren dürfen. Mit ihnen richtig über ihre Lage und deren Gründe reden.

    Ich zitiere mal aus

    http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2007/ga070115.htm

    „Es ist erstens die politökonomische Weltordnung, die den Negern diese miserablen Lebenslagen zuweist; es ist zweitens der Rassismus des politischen Urteilens, der ihnen diese Stellung dann auch noch als ihr Defizit anlastet. Wie immer und überall in der bürgerlichen Gesellschaft bekommt derjenige, der in der Konkurrenz scheitert, genau dies als Ergebnis mangelnder Begabung und Intelligenz, von fehlendem Ernst und Fleiß, von unzureichendem Verantwortungsbewusstsein ausgelegt. Seine schlechte soziale Stellung wird gerechtfertigt durch eine schlechte Meinung über ihn. Er wird verachtet und als verachtungswürdiges Wesen gesehen.“

    Moralisches Denken halte ich für einen groben Fehler, bin aber gerade zu faul, das selbst in schrift zu fassen:

    http://doku.argudiss.de/?Kategorie=MuI#270

    und weitere auf der Seite. Für diskussion stehe ich natürlich gerne zur Verfügung *

  11. 11 kinky 14. Februar 2013 um 17:37 Uhr

    B) ich habe ja nicht „sowieso“ im sinne von „immer“ geschrieben.
    du regst dich doch auf. sowas nennt man projektion.
    .
    A)

    Auch betroffene Menschen muss man doch konfrontieren dürfen.

    dürfen? berufst du dich auf bürgerliches recht? ja, dann sicher.
    .
    das zitat klingt ja ganz einleuchtend. warum da jetzt aber das n-wort stehen muss, wird mensch aber schon mal fragen dürfen. es wird ja auch nicht falsch, wenn da „poc“ stehen würde. und beinhaltete vielleicht weniger verachtung, denn – ich zitier mal rolf röhrig vom gsp:
    Verachtung war unsere Sache nie.
    für dich und/oder die menschen im verlinkten text, warum ist denn die form so wichtig und nicht der inhalt?
    .
    weiter zur moral: fleiß und bescheidenheit und altruismus usw. sind sicher zurecht, leicht und unterhaltsam zu kritisieren, wenn sie dazu benutzt werden, den kapitalistischen laden am laufen zu halten anstatt diesen zu zerstören.
    und so kommt der doktor in dem vortrag auch nicht ohne moral aus (das folgende ungefähr bei 1:50 bis 2:00):

    Nur wer arbeitet verdient Geld und soll essen. Überlegt mal die Härte dieses Prinzips. Und wie isses mit den Alten, die nicht mehr arbeiten können? Und wie isses mit den Kranken? Und wie isses mit den Kleinen, die noch nicht können? Wollen wir die alle durch den Rost fallen lassen? Wäre es nicht viel vernünftiger, wenn man gemeinschaftlich eine Versorgung plant und die Arbeit sinnvoll teilt, damit alle Menschen je nach Lage und Bedürfnis leben können?
    Im Kapitalismus gilt diese Brutalität: Nur wer arbeitet soll essen.

    es wäre ja empörend, alte, kranke und kleine durch den rost fallen zu lassen! das „Wollen wir die alle durch den Rost fallen lassen?“ ist doch der moralische Appell ohne den sich das ganze nicht begründen lässt. es ist doch eben nicht vernünftig, z.b. die kleinen, die noch nicht können zu umsorgen und vor dem verhungern zu bewahren. dieses „wir“, was da angesprochen wird, besteht aus erwachsenen menschen und hat folglich überhaupt kein interesse daran. arbeitslose gibt es nämlich schon genug.

    Der Rentenbeitrag (…) das ist etwas wie die Inanspruchnahme der armen Klasse innerhalb der arbeitenden Bevölkerung für die Abteilung der arbeitenden Bevölkerung, die wegen ihrer Gebrechlichkeit nicht mehr arbeiten kann. Schändlich!

    na wenn das mal keine moralische wertung ist!
    .
    ich kann alles auch als mein interesse umformulieren und sagen, wenn menschen mit trauma retraumatisiert werden oder flüchtlinge im mittelmeer ertrinken, dann finde ich das scheiße und wenn ich was scheiße finde, dann geht es mir auch nicht gut. mein interesse ist aber dass es mir gut geht. notwendige bedingung dafür ist, dass keine flüchtlinge im mittelmeer getötet werden, dass keine menschen flüchtlinge sein müssen, dass menschen nicht traumatisiert sind usw.
    aber irgendwie klingt auch das moralisch.

  12. 12 1 15. Februar 2013 um 11:53 Uhr

    B) Ich meinte die allgemeine Aufmerksamkeit (und manchmal aufregung) über die Wortwahl in Kinderbüchern, nicht deine im Besonderen.
    Die Kritik, zumindest so wie ich es verstanden habe, lässt sich etwas herunterbrechen auf: Wer bei der bloßen Kennzeichnung von Kollektiven zu der ideologisch negativ aufgeladenen greift, der wird im Diskurs auf Menschen stoßen, die ihn für seine WORTE kritisieren. Also Menschen die sich zu fein sind ein vernünftigen Begriff der Gesellschaft zu machen, und stattdessen lieber an den Worten andere Gesinnungen auf deren Kompatibilität mit ihrer Eigenen finden. Und dagegen zu sein bedeutet in der Praxis für einige Menschen auch „Neger“ zu sagen, um, wenn sich jemand drüber aufregt, ihnen zu erklären dass es nur eine Kennzeichnung war und um dann so ungefähr das („ganz einleuchtend klingende“) zitat rauszuhauen.
    Nein, ich wollte nicht Partei für das NWort (im Txt oder Sonstwo) ergreifen. Nur sagen, sich einzubilden es hilft etwas gegen Rassismus, und die Benutzung des Wortes ist per se Rassismus, dagegen wollte ich was gesagt haben.
    In dem Wort selbst steckt eben keine Verachtung! (Zumindest nicht per se: Da muss man dann schon mal weiter zuhören, um zu wissen was sein gegenüber eigentlich tatsächlich über die Schwarzen zu sagen hat). Nein, die Form ist „uns“ nicht so wichtig. Sondern denjenigen, die sie im Namen von irgentwas zugunsten der Sprachhygene abändern.
    („Hoffentlich stirbt dieser Rassist“ – wenn das keine Aufregung ist. Nur projezieren tue ich auch nicht)

    A)Bisschen habe ich ja unter A schon dazu geschrieben.

    Nö, ich wiederspreche einfach mal wieder: Es kann doch kein vernünftiges Interesse geben was so Leute durch das Rost fallen lässt. Wenn „man gemeinschaftlich eine Versorgung plant und die Arbeit sinnvoll teilt, damit alle Menschen je nach Lage und Bedürfnis leben können“, dann ist es kein problem, aus dieser Arbeit heraus andere einfach mitzuversorgen (die Arbeit die man dann hauptsächlich tut ist dann ja eine, die einem Spass bereitet). Wie bei dir da dann noch Arbeitslose vorkommen ist mir allerdings unklar.
    Schändlich ist keine moralische Kategorie. Man kann ja ganz objektiv feststellen: Dieser ganze (Renten-)Zirkus ist ein für die Menschen sehr schädliches unterfangen. Das ist nicht moralisch!
    Wie du das alles aus deinem Intersse heraus sagst: Ja, ich denke so ungefähr sieht es tatsächlich aus. Menschen stehen teilweise auf dem Standpunkt, zu sagen, „Ich sehe dieses Leid der Neger in Afrika, ich möchte ihnen irgendwie helfen“ und begründen so ihre Solidarität aus sich heraus. Woraus denn auch sonst!?
    So komisch klingen tut das, weil du deine Interssen aus dem Geiste einer Rechtfertigung vorträgst. Du hast halt deine Interessen, das ist voraussetzung für handeln. Diesen Egoismus kann man auch nicht einfach loswerden (was im übrigen kein Problem ist). Du hast die Flüchtlingsarbeit ja sowieso schon irgendwie aus deinem Interesse heraus gemacht. Und zu der Seite sind EGoismus und Moral auch gar nicht zu trennen: Moral ist nur Werkzeug des Egoismus, kann ihn also gar nicht richtig kritisieren…

  13. 13 tee 16. Februar 2013 um 3:58 Uhr

    Der GSP ist nie ein guter Ratgeber, wenn’s um „Neger“ geht. Davon kann das arme Blogsport ein Lied singen. ;)

    witzig war die illegale blutspende, vor allem klausis gespielte empörung ob der institutionellen diskriminierung.

    Absolut bemerkenswert fand ich aber schon, dass die Lindenstraße so unverhohlen dazu aufruft, dass Schwule auf dem Fragebogen dann einfach ganz bewusst falsch ankreuzen. Hut ab!

  14. 14 1 16. Februar 2013 um 19:12 Uhr

    @ tee:
    Ach so, war kein guter Ratgeber…
    Geht weniger Inhalt? Das ist ja nun wirklich nichts anderes außer ein „gefällt mir nicht“. Hast du überhaupt die Kommentare gelesen? Mach dir doch mal die Mühe was aufzuschreiben, dann kann man dich wenigstens verstehen!

  15. 15 tee 20. Februar 2013 um 11:40 Uhr

    Die Mühe habe ich mir bei Blogsport schon zur genüge gemacht, irgendwann ist ja auch mal Schluss. Vielleicht stöberst Du mal im Blogsport-Keller nach Neger-Debatten mit Mpunkt. Oh, oder nach „scharfekritik“. <:-p

  16. 16 1 21. Februar 2013 um 16:27 Uhr

    Sorry, bin gerade zu faul mir 123 Kommentare durchzulesen. Aber wo du doch so viel Erfahrung mit solchen Debatten und dem GSP hast: Sag doch dein Wissen zu dem Thema, dann bin ich schlauer. So viel Inhalt musst du schon hinkriegen, einfach sagen „gefällt mir nicht“ hilft nicht beim Erkenntnisgewinn…

  17. 17 tee 24. Februar 2013 um 0:05 Uhr

    Ich hatte es doch gar nicht auf Erkenntnisgewinn angelegt.

  18. 18 kinky 24. Februar 2013 um 17:30 Uhr

    hey tee, vielleicht hast ja ein paar „eckdaten“ :-) war ja doch erträglicher als ich dachte, weil der apo-opa den pfaffen weggepogt hat.
    hallo 1, unter dem link von tee sind nur 100 kommentare verlinkt, nur sagen ich bin jetzt zu faul, hilft nicht beim erkenntnisgewinn. einiges ist in der tat auch da schon vorhanden

  19. 19 kinky 24. Februar 2013 um 17:31 Uhr

    B)

    Ich meinte die allgemeine Aufmerksamkeit (und manchmal aufregung) über die Wortwahl in Kinderbüchern, nicht deine im Besonderen.
    Die Kritik, zumindest so wie ich es verstanden habe, lässt sich etwas herunterbrechen auf: Wer bei der bloßen Kennzeichnung von Kollektiven zu der ideologisch negativ aufgeladenen greift, der wird im Diskurs auf Menschen stoßen, die ihn für seine WORTE kritisieren.

    okay, wenn du dich vor allem auf die wortwahl in kinderbüchern beziehst – wie soll der diskurs da funktionieren? du kannst ja das buch mal in die hand nehmen und es fragen: „meinst du das jetzt als bloße deskriptive kennzeichnung um rassismus zu erklären ODER bist du etwa selbst rassist und benutzt es abwertend? hallo?“ ja, da kann das buch halt nicht drauf antworten.
    .

    In dem Wort selbst steckt eben keine Verachtung!

    na wie auch, es ist ja nur eine aneinanderreihung von fünf buchstaben, aber es ist negativ konnotiert:
    duden.de sagt:

    Neger. 1. Person von [sehr] dunkler Hautfarbe.
    Besonderer Hinweis: Die Bezeichnung Neger gilt im öffentlichen Sprachgebrauch als stark diskriminierend und wird deshalb meist vermieden.

    genau, mindestens manche worte sind doch nun mal mit konnotationen verbunden oder wie du sagst „ideologisch aufgeladen“ und mit diesen wird die einstellung der sprecher_in zum gegenstand deutlich – so macht es doch einen unterschied, ob jemand von „freunden und helfern“, „polizisten“, „bullen“ oder „schnittlauch“ spricht. d.h. in der tat wird die einstellung der sprecher_in gegenüber diesen – hm, was ist die neutrale bezeichnung? – berufsschlägern (oder was ist die „bloße Kennzeichnung“ dieses Kollektives?) deutlich.

    der wird im Diskurs auf Menschen stoßen, die ihn für seine WORTE kritisieren.

    nein, für den INHALT, den er damit transportiert.
    die „bloße Kennzeichnung“ transportiert eben bei mit konnotationen verbundenen worten gleichzeitig einen darüber hinausgehenden Inhalt
    wenn das wort „neger“ angeblich so neutral ist, wieso werten das denn dann von rassismus betroffene menschen davon diskriminierend? (oder bestreitest du das?) du sagst, weil sie „sich zu fein sind ein vernünftigen Begriff der Gesellschaft zu machen“ und „dann schon mal weiter zuhören“ oder nachfragen müssen, ob sie es jetzt mit einem rassisten oder gspler zu tun haben. das heißt, du nimmst die diskriminierten in die pflicht, wobei ihre persönliche diskriminiertheit ständig für sie zum thema gemacht. so ist doch ein vernünftiger diskurs gar nicht möglich, die verantwortung dafür trägst doch du, wenn du dich für rassistische begrifflichkeiten entscheidest. das ist genauso, wie wenn wir uns treffen würden und ich würde dir während des gespräches ständig mit der faust auf deine nase schlagen und mich dann darüber beschweren, dass mit dir kein vernünftiger diskurs möglich ist, weil du ständig auf die form rekurrierst.

    Und dagegen zu sein bedeutet in der Praxis für einige Menschen auch „Neger“ zu sagen, um, wenn sich jemand drüber aufregt

    wenn mann in der gegend herum läuft und strategisch negativ konnotierte worte fallen lässt zeigt das schon wie wichtig einem die form ist ;-)

    A) okay, das mit dem arbeitslosen bezog sich auf das hier und jetzt.

    dann ist es kein problem, aus dieser Arbeit heraus andere einfach mitzuversorgen

    ja kein problem, aber warum ich etwas machen sollte nur weil es kein problem ist, ist damit nicht erklärt.

    Es kann doch kein vernünftiges Interesse geben was so Leute durch das Rost fallen lässt.

    es muss ja auch kein positives interesse vorhanden sein, dass sie durch den rost fallen.
    es reicht einfach die abwesenheit eines interesses: sie fallen durch den rost auch wenn kein interesse in ihre richtung vorhanden ist. also z.b. die kleinen kinder verhungern einfach.

    Schändlich ist keine moralische Kategorie. Man kann ja ganz objektiv feststellen: Dieser ganze (Renten-)Zirkus ist ein für die Menschen sehr schädliches unterfangen. Das ist nicht moralisch!

    schändlich ist sehr wohl eine moralische kategorie – wenn nicht das, was denn dann? wieder der duden:

    mittelhochdeutsch schande, althochdeutsch scanta, verwandt mit Scham:
    a. etwas, was jemandes Ansehen in hohem Maße schadet
    b. in höchstem Maße beklagenswerter, empörender, skandalöser Vorgang, Zustand, Sachverhalt

    der renten-zirkus ist auch nicht für alle menschen ein sehr schädliches unterfangen, wahrscheinlich für die meisten, ja, aber eben nicht für alle. dann mal provokatorisch dahergesagt „warum soll man den dann abschaffen?“

  20. 20 1 25. Februar 2013 um 13:57 Uhr

    „wenn mann in der gegend herum läuft und strategisch negativ konnotierte worte fallen lässt zeigt das schon wie wichtig einem die form ist“

    Stimmt. Tue ich aber nicht. Ich sage einfach irgendeine Kennzeichnung und fertig. Das was ich über sie zu sagen habe ist dann dem Rest des gesagten zu entnehmen.

    „nein, für den INHALT, den er damit transportiert.
    die „bloße Kennzeichnung“ transportiert eben bei mit konnotationen verbundenen worten gleichzeitig einen darüber hinausgehenden Inhalt“

    Nein. Wer Faschismus sagt hat deswegen ja nicht den gleichen Inhalt wie sein gegenüber im Kopf. Rassismus wird auch von Menschen immer wieder anders Verstanden. Wer über Kapitalismus redet ist auch nicht gleich Kritiker des selben. Den Inhalt muss man eben mit mehreren Worten sagen.
    Die Bundesregierung kann ja auch antideskriminierungsgestze schreiben und gleichzeitig Rassismus praktizieren. Nur weil sie von maximalpikmentierten redet wird es ja nicht besser. Es kommt halt nicht aufs Wort an.

    „manche worte sind doch nun mal mit konnotationen verbunden oder wie du sagst „ideologisch aufgeladen“ und mit diesen wird die einstellung der sprecher_in zum gegenstand deutlich“

    Kann sein, das es bei vielen so ist. Aber ich würde stark dafür werben sich über die Wortwahl hinaus mit anderen Auseinandersetzen. Steht auch in dem von mir verlinktem Text, muss man halt lesen ;)

    „so macht es doch einen unterschied, ob jemand von „freunden und helfern“, „polizisten“, „bullen“ oder „schnittlauch“ spricht. d.h. in der tat wird die einstellung der sprecher_in gegenüber diesen – hm, was ist die neutrale bezeichnung? – berufsschlägern (oder was ist die „bloße Kennzeichnung“ dieses Kollektives?) deutlich.“

    Man kann doch auch sagen: Die Polizei hat mal wieder echt krass in die demo geprügelt. Oder: der schnittlauch hat seine Aufgabe als exekutivkraft des Staatsapperates der Bundesrepublik Deutschland zur Erhaltung der öffentlichen Sicherheit wirkungsvoll erfüllt. Beschreibt beides das gleiche. Würde ich an beiden stellen fragen: Ja und was soll der ganze Zirkus? Wie die sich ausdrücken läßt doch keinen Rückschluss auf deren Urteil ziehen!

    „wenn das wort „neger“ angeblich so neutral ist, wieso werten das denn dann von rassismus betroffene menschen davon diskriminierend?“
    Weil sie lange in einer schlechten Lage waren (und teilweise sind) und die Bezeichnung ihres „kollektivs“ auf andere Übertragen eine Beleidigung sein soll, da den Schwarzen ihre Lebenslage als deren Schuld angelastet wurde und wird. Genauso übrigens bei Hartzern und Ausländern im Allgemeinen.
    Und nein, das bestreite ich nicht.

    A) „ja kein problem, aber warum ich etwas machen sollte nur weil es kein problem ist, ist damit nicht erklärt.“

    Ich stell mir vor das die Arbeit soviel Spass macht, das es nicht schwer ist genug für Alle zu produzieren. Wir beide wären doch z.B schon bereit etwas für bedürftige zu produzieren, einfach schon um ihre Freude beim konsumieren zu sehen (z.B)

    „es reicht einfach die abwesenheit eines interesses: sie fallen durch den rost auch wenn kein interesse in ihre richtung vorhanden ist. also z.b. die kleinen kinder verhungern einfach.“

    Wer nimmt denn die Mühe ein Kind zu kriegen auf sich, nur um es danach verhungern zu lassen!?
    Genauso will man vlt nicht unbedingt seinen Eltern beim verwahrlosen zu sehen und kümmert sich in hohem Alter um sie. So viel interesse haben Menschen untereinander aneinander schon, denke ich…

    „schändlich ist sehr wohl eine moralische kategorie – wenn nicht das, was denn dann? wieder der duden:

    mittelhochdeutsch schande, althochdeutsch scanta, verwandt mit Scham:
    a. etwas, was jemandes Ansehen in hohem Maße schadet
    b. in höchstem Maße beklagenswerter, empörender, skandalöser Vorgang, Zustand, Sachverhalt“

    Gut, mir war dann der Wortursprung nicht klar: ich dachte es kommt von Schaden, das etwas schädlich ist. Sind wohl wirklich zwei verschieden Dinge.
    Aber das schädlich keine mor. Kategorie ist, das ist doch richtig, oder?
    Eine Sache, die den Interessen eines Menschen entgegen steht, ist schädlich.

    „der renten-zirkus ist auch nicht für alle menschen ein sehr schädliches unterfangen, wahrscheinlich für die meisten, ja, aber eben nicht für alle. dann mal provokatorisch dahergesagt „warum soll man den dann abschaffen?““
    Muss man halt in zwei Teilen beantworten: Die, für die es schädlich ist hätten ein Interesse es abzuschaffen, die anderen, für die es gut ist, müßten es behalten wollen. Wobei es in einer vernünftigen Wirtschaft wohl kaum schlechter für sie aussehe.

    Mal provokant dahergefragt: „Warum sollte man denn deiner Meinung nach den Kapitalismus abschaffen?“

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