Archiv für Januar 2011

Automesse Kackstadt: Die Thüringer Allgemeine und Sexismus gehören seit jeher zusammen

TA-Schreiberling Maik Ehrlich:

Am Sonntag steht die Wahl des Tuning Babes auf dem Programm. Denn schließlich gehören seit jeher Frauen und Autos irgendwie zusammen. (1)

Ein Allgemeinplatz, den jede_r nachzuplappern scheint, wie die Moderatorin der Messe, Romy Willuhn:

„Zu Autos gehören natürlich auch schöne Mädchen.“ (2)

Naja und zu der obligatorischen Misswahl scheinbar auch eine sabbernde Männerjury.
Quellen: (1) http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/detail/-/specific/4-Automobilmesse-hat-in-Erfurt-begonnen-1202997729 (2) http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/detail/-/specific/23-jaehrige-Erfurterin-ist-Tuning-Babe-2011-1515838155

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Die zweigeschlechtliche Matrix in 222 Jahren

Vor kurzem war ich in einem einsamen Bergdorf bei einer Seminarwoche. Was während der Abende die Auswahl an Alkohol anbelangte – da blieben keine Wünsche offen. Es gab sogar mehrere Sorten Wodka! Die Auswahl an Filmen hingegen war eher rar. Und nix mit Internet, weil einsames Bergdorf und so. Also war ich gezwungen, entweder „Star Trek 11″ mit anzusehen oder draußen in der Kälte zu erfrieren. Und da hab ich echt die dümmste Konstruktion aller Zeiten von Geschlecht gesehen. Der Film spielt zu Beginn im 22. Jahrhundert im Geburtsjahr von Captain Kirk. Ein riesiges romulanisches Raumschiff namens Narada greift das kleine Förderationsraumschiff USS Kelvin mit seinen Eltern an Bord an. Dieses wird evakuiert, doch der Kommandant, George Kirk, bleibt allein an Bord um voller Heldenmut mit dem Raumschiff das feindliche zu rammen und damit den anderen in den Rettungskapseln die Flucht zu ermöglichen. Darunter Winona Kirk, die gerade dabei ist, ihr Kind zu gebären. Während ihr Ehemann sich gerade in seinen Tod hineinmanövriert, sind die beiden über Sprechfunk miteinander in Kontakt:

[Bridge] GEORGE KIRK: Sweetheart, listen to me.

[Shuttle] GEORGE KIRK: (over comm) I‘m not going to be there.
WINONA: No.

[Bridge] GEORGE KIRK: This is the only way you‘ll survive.

[Shuttle] WINONA KIRK: Please, don‘t stay on the ship. You have to be here.

[Bridge] GEORGE KIRK: The shuttles will never make it if I don‘t fight them off.

[Shuttle] WINONA KIRK: George, I can‘t do this without you.
DOCTOR: Okay, I need you to push now.
WINONA KIRK: Aghh!

(Big musical overture as George prepares to ram the Narada and destroys a torpedo from destroying the shuttle, while Winona gives birth)
[Bridge]
BABY: (crying, over comm)

[Shuttle] BABY: (crying as he’s handed to Winona)

[Bridge] GEORGE KIRK: What is it?

[Shuttle] WINONA KIRK: It’s a boy.

[Bridge] GEORGE KIRK: A boy!

O ja!!! In den Tod rasen, aber keine anderen Probleme haben, als ob das Kind entweder Junge oder Mädchen ist. Und ihm einen Namen geben. In der Zukunft scheint es auch genau zwei Geschlechter zu geben. Und wenn es ein Mädchen gewesen wäre, hätte er dann auch gesagt: „A girl!“? Oder hätte sie ihn über Sprechfunk angelogen und gesagt: „A boy!“. Sehr gut möglich in dieser heterosexistischen Gesellschaft des Jahres 2233.

Terrorland Deutschland



und dann das:

Trotzdem, die Polizisten, die seit einigen Wochen im frostigen Freien unterwegs sind, zeigen inzwischen kaum noch Verständnis dafür, dass es misslang, die Winterhose rechtzeitig zu beschaffen. Der GdP-Sprecher verweist darauf, dass zur Thüringer Uniform auch hochwertige Thermo-Unterwäsche gehört. Große räumt allerdings auch ein, dass die Unterwäsche kein Ersatz für eine wärmende Einsatzhose ist.

Quellen: Thüringer Allgemeine Zeitung, http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/detail/-/specific/Den-Thueringer-Polizisten-fehlen-warme-Winterhosen-823796939