Archiv für Oktober 2010

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Konzi mit Rebarker, Failed Suicide Plan und Resolve im Klanggerüst


Hm, mir gings ja mal nich so gut, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das an meinem lange für diesen Moment aufgesparten Dosen-Bier lag. Egal, Resolve, die zuletzt spielten, fand ich nu auch nich so toll, da kam irgendwie nicht so richtig was rüber. Aber andere Menschen haben immerhin getanzt. Rebarker (Foto oben) und Failed Suicide Plan (Fotos unten) haben mir sehr viel mehr gefallen, auch wenn sie sehr unterschiedlich sind. Und bei Failed Suicide Plan fand ich nicht nur die super ausgesuchten Intros klasse. Wenn ich den Sänger sehe, muss ich auch immer an den legendären Auftritt im Haus denken, achja. Meine Freundin Bibi sagt immer: „Hör mit diesem Scheiß Haus auf.“ Ja, ist ja schon gut.

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Allgemeiner Thüringer rassistischer Normalzustand

Zeitungslesen – beispielsweise in der gestrigen Thüringer Allgemeinen – bildet. Mensch lernt, dass Verteidigungsminister Guttenberg

„der deutsche Obama“[1]

ist. Und dann das Interview mit Moderatorin Nazan Eckes

„das – im wahrsten Sinne des Wortes – schönste Beispiel für gelungene Integration.“[2]

Hier in gebrochenem Deutsch – die TA weiß wie man mit „Deutsch-Türken“[2] reden muss – die Frage:

„Was können die Deutschen von anderen Kultur lernen?“[2]

Antwort:

„Die Deutschen haben schon viel gelernt – nicht nur von der türkischen Kultur. Früher haben sich die Deutschen die Hand gegeben, heute hat man sich von den Südländern das Bussi, Bussi abgeschaut. Oder nehmen wir die Kaffee-Kultur – auch in den deutschen Städten sitzt man gerne zusammen draußen und quatscht. Und im Winter wird einfach ein Heizpilz rausgestellt. Eine Vermischung hat stattgefunden.“[2]

Und zu der „Diskussion“ um Intergration?

„Hier in Deutschland sind doch nicht plötzlich alle ausländerfeindlich.“[2]

Richtig erkannt, nicht alle, nur fast alle. Zum Beispiel der Thüringer JU-Funktionär Stefan Gruner ein paar Seiten weiter:

„Es kann nicht sein, dass es anatolische Bergdörfer umgeben von deutschen Großstädten gibt und Minarette, die höher sind als Kirchtürme.“[3]

So, ein bisschen gehetzt.

„Das ist keine Stimmungsmache, sondern ein Aufgreifen der Sorgen der Menschen.“[3]

Schon klar. Und zum Abschluss noch ein bißchen Folkore von Eckes:

„Wir müssen erkennen, was es für ein Reichtum ist, eine italienische Oper zu besuchen, spanisches Essen serviert zu bekommen und griechischen Wein zu trinken.“[2]

Quellen:
[1] http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/detail/-/specific/Der-deutsche-Obama-1979210485
[2] http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/detail/-/specific/Nazan-Eckes-auf-Erfurter-Herbstlese-mit-neuem-Buch-Guten-Morgen-Abendland-110227902
[3] http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/detail/-/specific/Stefan-Gruhner-Guttenberg-ist-fuer-alle-Aemter-geeignet-540995485

Näxtes Wochenende in Erfurt

Infoladen Jena geschlossen. Sabotnik übernimmt!

Der Infoladen Jena ist Geschichte. Nachdem in den letzten Monaten der Erfurter Infoladen Sabotnik bereits die Berichterstattung über die Themen in Jena übernommen hatte (siehe z.B. http://sabotnik.blogsport.de/2010/10/04/jena-sonntagsspaziergang-am-3-oktober/ oder http://sabotnik.blogsport.de/2010/09/13/demo-ist-mit-ueber-150-leuten-gelaufen/) nun den ganzen Laden. Die verbliebenen Jenaer Genoss_innen sind hochbegeistert: „Jetzt können wir für Aktionen in kurzer Zeit sogar 200 Menschen mobilisieren!“
Nachdem Blogger_in Afty bereits die Ehre hatte, ein erstes Bild der 7ten von 9 Eingangstüren zu veröffentlichen, widerfährt mir diese nun hinsichtlich der 3ten Eingangstür:

Einfach einfach: Das Hopperticket!

Update 12/2012: Weil hier schon über 1000 Suchanfragen dazu gelandet sind, hier mal die aktuelle reale Anleitung zumindest für Automaten in Thüringen:
1. oben rechts „Gesamtes Angebot“ anklicken,
2. dann ganz oben „Freizeit und Aktionen“,
3. dann ganz oben „Thüringen-Ticket, Hopper-Ticket“ und
4. das zweite anklicken „Hopper-Ticket“
5. nun sollte es relativ einfach sein.

„Der Ticketkauf am DB Automaten ist jetzt deutlich kundenfreundlicher. Weniger Klicks, eine klarere Sprache und benutzerfreundliche Voreinstellungen sollen unsere Automaten jedem Kunden einfacher zugänglich machen“, erklärt Jürgen Büchy, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH. (…) „Zum ersten Mal haben wir uns wissenschaftliche Unterstützung geholt und unsere Kunden umfassend bei der Entwicklung mit einbezogen.“
( http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/presse/presseinformationen/ubp/p20101007.html )

03. Oktober: Konzi in Eisenberg mit Pistol Girls, Vyst und La Casa Fantom

Auf die antinationalistische Demo nach Jena zu fahren, habe ich leider verschlafen. Mist. Wie schon bei der letzten Demo in Jena übt der Infoladen Sabotnik im Bericht hierzu ziemlich harte Kritik. Und wie beim letzten Mal scheinen zumindest die Organisator_innen der Veranstaltung nicht darauf eingehen zu können oder zu wollen. Oder kommt da noch was?
Nach Eisenberg zum Konzi habe ich es zum Glück doch noch geschafft. Zuerst spielten Pistol Girls (Fotos oben) – ich hoffe der Name ist richtig. [Edit] O nein, die Band heißt Pissed Goats! [/Edit] Also Pissed Goats spielten eines ihrer ersten Konzerte. Hat mir ziemlich gut gefallen. Außer dass es so laut war wie bei der zweiten Band – Vyst – ebenfalls, dass mensch schon Schmerzen in den Ohren hatte. Aber das ist in Eisenberg immer so. Und dann spielten La Casa Fantom (Fotos unten), die gerade auf Tour sind – 23 Konzerte in 27 Tagen. Es war toll, ebenso wie die 80er-Disco danach!