Eine soziale Tätowierung

Warum geht mensch zum Zoro-Festival? Um sich draußen mit anderen zu unterhalten.
Und da schien auf einmal das Folgende aus dem Hörspiel „Flugbegleiter“ zuzutreffen, wovon ich bisher immer gedacht (gehofft?) hatte, dass es doch etwas überspitzt dargestellt wird:

• Heidi zu Felix: Hast du schon mal bemerkt, dass noch so detailliert ausgearbeitete männliche Statuen der Antike keine Brustwarzen besitzen?
• Christina: Weibliche dagegen sehr wohl.
• Felix: Was ich auffallend finde, ist dass unsere Identität in erster Linie als eine sexuelle definiert wird. und zwar im performativen Sinn einer persönlichen = politischen Praxis. Ich kann ein sehr kunstvolles Geländer drechseln, doch die Leute werden nicht sagen: ‚Seht, da geht jener, der so schöne Geländer drechselt!‘
Ich kann ein ganzes Haus mit meinen eigenen Händen erbauen, aber die Leute werden mir deshalb keinen anderen Namen geben.
wenn ich jedoch mit dem hübschen Jungen aus der Nachbarschaft ins Bett gegangen bin, werden sie mich mein Leben lang nach eben dieser Handlung benennen.
• Christina zu Felix: Sie in deinen Körper einschreiben.
• Felix: Ganz genau. Eine soziale Tätowierung anbringen sozusagen.

Das Hörspiel „Flugbegleiter“ von Thomas Meinecke und Move D, wo Inszenierung von Geschlechterrollen, Homosexualität, queerer Musik… diskutiert wird, supergut begleitet mit viel House Music kann mensch herunterladen: download-verweis von br2, 54 Mb, 78 min. Unbedingt anhören!!!


2 Antworten auf „Eine soziale Tätowierung“


  1. 1 korinteenkacker 27. September 2010 um 20:36 Uhr

    es heisst übrigens „ZORO“ ;)

  2. 2 kinky 28. September 2010 um 2:38 Uhr

    danke tee :-)

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